Mitarbeiterbeurteilungen schreiben

Das Schreiben Mitarbeiterbeurteilungen ist nicht immer einfach. Beeinflusst werden Mitarbeiterbeurteilungen von den Aufgaben, der Position und Funktion, dem Detaillierungsgrad, der Unternehmenskultur und mehr. Dennoch gibt es einige Kriterien, auf die man achten sollte. Die unten folgenden gute Mitarbeiterbeurteilung uns ungenügende Mitarbeiterbeurteilung in Kurzform geben konkrete Anregungen.

 

Anforderungen an das Schreiben von Mitarbeiterbeurteilungen


Fokus auf Stärken

Viele Führungskräfte betonen in Mitarbeiterbeurteilungsgesprächen viel zu sehr die Schwächen und Defizite über. Der bessere ist aber der Fokus auf Talente, auf Stärken und auf Kernfähigkeiten, da diese motivieren und konstruktiv sind.

Leistungskriterien

Die Wahl dieser ist wichtig. Hier muss die Relevanz der Leistungen stimmen, deren Ausrichtung auf die Funktion und Position, deren Messbarkeit, die Übereinstimmung mit der Unternehmenskultur, die Klarheit des Beitrages zur Wertschöpfung und Erreichung der Unternehmensziele und mehr.

Zeitraum

Natürlich müssen auch erfolgte Leistungen und Defizite betrachtet werden, um Mitarbeiterbeurteilung zu konkretisieren. Dennoch eine stärke Zukunftsorientierung statt Vergangenheitsorientierung konstruktiver und motivierender.

Ganzheitliche Beurteilung

Mitarbeiterbeurteilungen sollten immer ganzheitlich sein, d.h. Bereiche wie Leistung, Verhalten, Lernbereitschaft und Lernfähigkeit, Zuverlässigkeit, Sozial- und Kommunikationskompetenzen, Engagement und Einsatz und mehr enthalten.

Beurteilungsgrundlagen

Um so umfassender diese sind, desto besser. Mögliche Unterlagen sind Stellenbeschreibungen, Zielvereinbarungen, Memos von Feedback-Gesprächen, Beurteilungen letzter Jahre, Kunden-Feedbacks und mehr. Empfehlenswert sind auch 360-Grad-Beurteilung mit Kundeneinbezug.

Massnahmen und Ziele

Einer Mitarbeiterbeurteilung sollten immer Massnahmen und Ziele folgen, die auf der Mitarbeiterbeurteilung basieren und mit Mitarbeitenden besprochen und vereinbart werden. Eine Unterteilung in qualitative und quantitative Ziele ist empfehlenswert.

Einbezug von Stärken und Perspektiven

Damit werden Beurteilungen noch motivierender und die Bereitschaft zur Problemlösung erhöht sich, wenn zugleich neue Perspektiven, Weiterbildungsmöglichkeiten, Laufbahnaspekte und mehr thematisiert werden.

Auch Talente-Förderung nutzen

Stärken und Talente zu fördern, ist zielführender als Noten zu vergeben. Erkennt und fördert man Talente, also schon vorhandene Potenziale und Skills, sind Erfolgserlebnisse am besten möglich und geben zugleich auch noch wertvolle Hinweise für die Personalentwicklung und Laufbahnplanung.

Digitalisierung nutzen

Online-Tools sind heutzutage sehr leistungsfähig und erlauben ein kontinuierliches Performance Management mit vielen Instrumenten und Messmethoden. Digitale Instrumente wie Apps ermöglichen beispielsweise Sofort-Feedbacks und -analysen. Leistungsüberprüfungen, Zielverfolgung und 360-Grad-Überprüfungen sind weitere Einsatzmöglichkeiten.  

Mitarbeiterbeurteilung

 

Muster einer guten Mitarbeiterbeurteilung

Leistungsbeurteilung

Arbeitsqualität:                                                  5,5
Arbeitsquantität:                                               4,0
Engagement:                                                      5,0
Technisches Leistungsniveau/Verständnis:  6,0

Der Mitarbeiter zeichnet sich durch ein hohes Qualitätsbewusstsein aus, das sich in hervorragenden Serviceleistungen und permanenter Verbesserungsbereitschaft auswirkt. Das Engagement im Dienste des Kunden ist überdurchschnittlich, wodurch allerdings zuweilen Probleme in der Menge bearbeiteter Serviceaufträge entstehen.

Verhaltensbeurteilung
Kommunikation:                                               4,5
Hilfsbereitschaft:                                              5,0
Teamintegration:                                              3,0
Kundenorientierung und -freundlichkeit:    6,0

Die ausgesprochene Kundenfreundlichkeit und das Eingehen auf Kundenwünsche sind vorbildlich. An der Teamintegration muss aber noch gearbeitet werden, hier fehlen Akzeptanz und Bereitschaft zur Zusammenarbeit.

Zusammenfassende Beurteilung
Es handelt sich um einen überdurchschnittlich wertvollen Mitarbeiter, der die Kundenorientierung des Unternehmens kompromisslos praktiziert. Das technisch hohe Fachniveau und Interesse und die Lernbereitschaft kommen hinzu. Probleme bestehen in der quantitativen Leistung und im Teamverhalten.

Abweichende Meinungen
Vorgesetzter und Mitarbeiter stimmen in allen Punkten, ausser der Teamfähigkeit, überein. Der Mitarbeiter ist der Meinung, dass dort Stress und Zeitknappheit und nicht primär sein Verhalten die Gründe sind.

Massnahmen in Stichworten
- Arbeitstechnikverbesserungen zur Effizienzsteigerung
- Optimierung der Kommunikation
- Hilfsmittel zur Zeitplanung

Beilagen:
Memos Feedback-Gespräche, Stellenbeschreibung, Beurteilungen letzter Jahre, Servicerapporte, Kundenkorrespondenz

 


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Muster einer ungenügenden Mitarbeiterbeurteilung

Leistungsbeurteilung
Arbeitsqualität:                                                 3,5
Arbeitsquantität:                                              4,0
Engagement:                                                     2,0
Technisches Leistungsniveau/Verständnis: 3,0

Herr Muster erledigt die Aufgaben nicht immer gemäss unseren Vorgaben und Qualitätsanforderungen. Dies führt leider zu teils massiven Problemen in der Kundenbetreuung und zu Reklamationen. Das zudem nicht immer genügende Fachwissen hat leider auch zur Folge, dass wir Herrn Allemann beim Ausbau von Geschäftsbeziehungen mit bestehenden Kunden gewisse Aufgaben nicht übertragen können.

Verhaltensbeurteilung
Kommunikation:                                              4,5
Hilfsbereitschaft:                                             5,0
Teamintegration:                                             3,0

Herr Allemann verhält sich oft passiv und desinteressiert und ist wenig kommunikativ. Geht es um Kritik seitens seiner Vorgesetzten, fällt ihm der Umgang damit und die Akzeptanz schwer. Er fühlt sich entweder schnell angegriffen oder reagiert unverhältnismässig heftig. Seine Hilfsbereitschaft und Kundenorientierung sind jedoch positiv hervorzuheben.

Zusammenfassende Beurteilung
Es handelt sich um einen wenig engagierten Mitarbeiter, der die Kundenorientierung des Unternehmens ungenügend beachtet und oft einen wenig motivierten Eindruck macht. Leider stimmt uns auch seine Bereitschaft, sich zu verbessern und an seinen Schwächen zu arbeiten, wenig zuversichtlich. Das knapp genügende Fachniveau und die geringe Lernbereitschaft kommen hinzu. Probleme bestehen auch in der quantitativen Leistung und im Teamverhalten.

Massnahmen in Stichworten
- Arbeitstechnikverbesserungen zur Effizienzsteigerung
- Optimierung der Kommunikation mit Trainings
- Definition quantitativer und qualitativer Ziele für das kommende Quartal

Wir führen mit Herrn Allemann nun regelmässige Feedbackgespräche, die sich an den gesetzten Zielen orientieren und ihm Klarheit geben über den Stand seiner Leistungen und die erzielten Fortschritte.

Fazit
Wir hoffen, mit diesen Massnahmen die notwendigen Verbesserungen zu erzielen. Sollte dies in den nächsten drei Monaten Herrn Allemann jedoch nicht gelingen, müssten wir ihm kündigen. Er ist darüber informiert.

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